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30.8.2010   |   Produkttests

ÖKO-TEST Seife und Syndets – Strapazen für die Haut


Fast die Hälfte der Produkte schneidet im Test mit „sehr gut“ ab. Doch es gibt auch „mangelhafte“ oder „ungenügende“ Kandidaten. Eine Seife hätte sogar nicht verkauft werden dürfen

Obwohl man sich mit den meisten Seifen und Syndets bedenkenlos einschäumen kann, gibt es doch auch Produkte, von denen man lieber die Finger lassen sollte, weil sie voller Schadstoffe stecken. Zu diesem Ergebnis kommt das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST, das 30 Seifen und Syndets eingekauft und ins Labor geschickt hat.

Fast die Hälfte der Produkte schneidet im Test mit „sehr gut“ ab. Doch es gibt auch „mangelhafte“ oder „ungenügende“ Kandidaten. Eine Seife hätte sogar nicht verkauft werden dürfen. Denn sie enthält fast die doppelte Menge an Moschus Keton als gesetzlich erlaubt ist. Dieser Schadstoff steht in Verdacht, Krebs zu erregen, er reichert sich im Körper an, geht in die Muttermilch über und wirkt wohl wie Hormone. Außerdem ist er umweltgefährlich sowie sehr giftig für Wasserorganismen.

Ärgerlich ist auch, dass einige Seifen, die sich ein natürliches Image geben, Spuren polyzyklischer Moschus-Verbindungen enthalten. Diese Stoffe sollen für einen guten Duft sorgen, lagern sich aber im Körper ab und konnten bereits in der Muttermilch nachgewiesen werden. Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins, meint: „Besser machen das die Anbieter von zertifizierter Naturkosmetik. Sie kommen ohne künstliche, bedenkliche Duftstoffe aus.“

Allergiker, die parfümfreie Waschstücke kaufen möchten, tun sich schwer. Im Test war nur eines komplett ohne Duftstoffe. Fünf Seifen enthielten dagegen Duftstoffe, die häufig Allergien auslösen, darunter auch ein Produkt aus der Apotheke, das für empfindliche Haut geeignet sein soll.

Das ÖKO-TEST-Magazin September 2010 gibt es ab dem 27. August 2010 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.
 


Bildquellen: ÖKO-TEST
 

ÖKO-TEST Verlag GmbH
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