TK-Umfrage zeigt: In jeder Klasse zwei Kinder ungenügend geimpft

28.7.2010 - Rubrik: Gesundheit   

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Manche Eltern fürchten auch, dass die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfohlenen Impfungen das Immunsystem ihres Babys überfordern. Die Sorge ist unbegründet

Hamburg, 28. Juli 2010. In jeder Klasse mit 28 Schülern sitzen statistisch mindestens zwei Kinder, die nicht ausreichend geimpft sind. Dazu zählen die Impfungen gegen Keuchhusten, Tetanus, Masern, Mumps oder Röteln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK).

Die Gründe der Impfmuffel: Acht von zehn Eltern, deren Kinder nicht alle Schutzimpfungen erhalten haben, gaben in der TK-Umfrage an, dass sie einige davon für unnötig hielten. Drei Viertel von ihnen haben Angst vor Impfschäden und Nebenwirkungen. Und fast die Hälfte war der Meinung, dass die so genannten “Kinderkrankheiten” das Immunsystem stärken. TK-Impfexperte Maik Findeisen hält dagegen: “Die Impfungen schützen Babys und Kleinkinder vor Infektionen, an denen sie häufig deutlich schwerer erkranken als ältere Kinder oder Erwachsene.” Zudem seien die modernen Impfstoffe gut verträglich, Nebenwirkungen treten nur in seltenen Fällen auf. Auch Mehrfachimpfungen mit bis zu sechs Impfstoffen stellen grundsätzlich kein Problem dar.

Manche Eltern fürchten auch, dass die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfohlenen Impfungen das Immunsystem ihres Babys überfordern. “Die Sorge ist unbegründet”, gibt Findeisen jedoch auch hier Entwarnung. Die Impfung stärke das Immunsystem des Neugeborenen, das sich ab der Geburt generell mit einer Vielzahl von Keimen auseinandersetzen muss.

Zunächst verfügen Neugeborene noch über einen so genannten Nestschutz: Durch mütterliche Antikörper  sind sie gegen bestimmte Erkrankungen immun. Dies gilt allerdings nur für die Infektionskrankheiten, die die Mutter durchgemacht hat oder gegen die sie geimpft ist. Diese Antikörper werden nach der Geburt langsam abgebaut, bis gegen Ende des ersten Lebensjahres meist gar kein Schutz mehr besteht. “Deshalb ist es wichtig, möglichst früh mit dem Aufbau des Impfschutzes gegen Tetanus, Hepatitis  B und Co. zu beginnen”, empfiehlt Findeisen.

Diese Grundimmunisierung sollte unmittelbar nach Ende des zweiten Lebensmonats beginnen und im Alter von 14 Monaten abgeschlossen sein. Findeisen: “Dann können Eltern sicher sein, dass ihr Kind ausreichend geschützt ist.” Der Schutz hält bei einigen Impfungen ein Leben lang, bei anderen muss er auch im Erwachsenenalter noch aufgefrischt werden. Dies gilt besonders für die Tetanus- und Diphtherie-Impfung. Einen genauen Überblick über die Impftermine gibt es unter www.tk-online.de.


Zum Hintergrund

Weitere Ergebnisse der Eltern-Umfrage sowie Infografiken und Pressefotos sind im TK-Medienservice “Baby – ein neuer Erdenbürger” unter www.presse.tk-online.de zu finden

Techniker Krankenkasse
Bramfelder Straße 140
22305 Hamburg
www.tk-online.de

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1 Kommentar

  1. So einfach, wie die Experten der Krankenkassen das Impfthema hinstellen, ist es natürlich nicht. Gerade beim Impfen sollte man sich ausgiebig informieren. Hier gilt bei weitem nicht nur “gut” oder nur “schlecht”. Das Thema wird in der o.g. Pressemitteilung verharmlost. Buchtipp: Impfen Pro und Contra von Martin Hirte.

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