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07.7.2010   |   Schwangerschaft & Baby

Trotz Allergierisiko: Kein Verzicht beim Stillen! – Empfehlungen des Netzwerks „Gesund ins Leben“


Mit der Gründung des bundesweiten Netzwerks „Gesund ins Leben“ reagiert das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) auf die zahlreichen, teilweise widersprüchlichen Informationen, wie Eltern ihr Kind im ersten Lebensjahr ernähren sollten

(aid) – Allergische Erkrankungen wie Asthma oder Neurodermitis nehmen immer weiter zu. Viele Eltern sind besorgt und möchten ihr Kind bestmöglich schützen – zum Beispiel in dem die Mütter während der Stillzeit auf bestimmte Lebensmittel verzichten. Das bundesweite Netzwerk „Gesund ins Leben“ gibt aber Entwarnung: Stillende dürfen wieder essen, was schmeckt und gesund ist.

Laut Experten des Netzwerks hat der Verzicht auf angeblich Allergie fördernde Lebensmittel keinen vorbeugenden Nutzen. Nach neuesten Erkenntnissen gilt das auch bei erhöhtem Allergierisiko, d. h. selbst dann, wenn Vater, Mutter, beide Elternteile oder Geschwister an Allergien leiden. Während der Stillzeit könnten einseitige Diäten sogar zu einer Unterversorgung von Mutter und Kind mit wichtigen Nährstoffen führen. Professor Torsten Schäfer von der Universität Lübeck, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Netzwerkes: „Zur Vorbeugung von Allergien ist es viel wichtiger, auch in der Stillzeit zweimal pro Woche Fisch zu essen“. Langkettige Omega-3-Fettsäuren, die besonders in fettem Fisch (z. B. Lachs oder Hering) vorkommen, schützen das Kind sogar über die Muttermilch. Der Verzehr von großen Raubfischen, wie Thunfisch ist zwar erlaubt, sollte aber wegen der höheren Belastung mit Schadstoffen seltener auf dem Tisch stehen.

Ansonsten raten die Fachleute des Netzwerks, sich in der Stillzeit ausgewogen zu ernähren, regelmäßig zu essen und beim Stillen jeweils ein Glas Wasser zu trinken. Auf Alkohol sollten Stillende verzichten.

Mit der Gründung des bundesweiten Netzwerks „Gesund ins Leben“ reagiert das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) auf die zahlreichen, teilweise widersprüchlichen Informationen, wie Eltern ihr Kind im ersten Lebensjahr ernähren sollten.

aid, Dr. Stefanie Schmid-Altringer

Weitere Informationen: Die vollständigen Handlungsempfehlungen finden Sie unter www.gesund-ins-leben.de

aid infodienst
Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn
Tel. 0228 8499-0
Internet: http://www.aid.de
E-Mail: aid@aid.de




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