Kein Alkohol in Schwangerschaft und Stillzeit: Hohes Risiko für Embryo und Baby

(aid) – Getrunken wird gerne und bei jeder Gelegenheit. WM-Spiele, Familienfeste, Partys, Geschäftsessen oder kleine Erfolge im Alltag geben Anlass, „Prost“ zu sagen. Zwar gilt aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ein moderater Alkoholkonsum als gesundheitlich akzeptabel, Alkohol ist und bleibt aber ein Zellgift mit Suchtpotenzial.

Chronischer Alkoholmissbrauch schädigt Organe wie Leber, Pankreas oder das Gehirn teilweise irreversibel und trägt zur Entstehung von Krebs bei. Die optimale Alkohol-Genuss-Risiko-Bilanz nahmen Experten bei einer einer Fachtagung des Verbandes der Ernährungswissenschafter Österreichs (VEÖ), Mitte Juni in Wien ins Visier.

Ernährungswissenschafterin Katharina Phillipp betonte vor allem die Risiken bei Schwangeren: „Ein absolutes No-Go ist Alkohol während der Schwangerschaft.“ Das Risiko für geistige und körperliche Schäden beim Ungeborenen durch das fetale Alkoholsyndrom und fetale Alkoholeffekte ist zu groß. „Eine ungefährliche Alkoholdosis für Schwangere gibt es nicht. Völlige Abstinenz ist hier am sichersten“, empfiehlt Phillipp.

Da Alkohol auch in die Muttermilch übergeht, für eine geschmackliche Prägung sorgt und zu Schäden beim Säugling führen kann, muss ein Schluck Sekt oder Wein auf die Stillmahlzeiten abgestimmt werden. Die höchste Alkoholkonzentration findet sich in der Muttermilch 30 bis 90 Minuten nach dem Genuss von Alkohol. Besser sei es aber auch während der Stillzeit, auf Alkohol zu verzichten.

aid, Harald Seitz

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