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17.5.2010   |   Ernährung

Greenpeace-Test: Belastung von Tomaten mit Pestiziden sinkt


Problematisch bleibt die steigende Zahl verschiedener Pflanzengifte

Nach einer neuen Greenpeace-Untersuchung sind Cherry- und Strauchtomaten aus Supermärkten und Discountern mit weniger Pestiziden belastet als in den Vorjahren. Die Umweltschutzorganisation muss keine der 52 Proben aus konventionellem Anbau wegen Überschreitung der gesetzlichen Höchstwerte beanstanden. Greenpeace erkennt in dieser und weiteren 2009 und 2010 durchgeführten Untersuchungen einen Trend zu geringerer Belastung von Gemüse.
„Die Belastung mit Pestiziden lässt sich offenbar deutlich stärker senken, als Industrie und Produzenten noch vor fünf Jahren behaupteten“, sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace. „“Mit der Kampagne gegen Gift im Essen hat Greenpeace erheblichen Druck auf die Handelsketten ausgeübt. Bei den Tomaten zeigen die Programme zur Pestizidreduktion jetzt Wirkung.““

Allerdings ist die Zahl der konventionellen Proben, die gänzlich unbelastet sind, im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. Das von Greenpeace beauftragte Labor fand in fast allen Proben Rückstände, wenn auch zumeist in geringen Konzentrationen. In den Vorjahren enthielten 30 Prozent der Tomaten keine Pestizide, jetzt sind es nur 3,4 Prozent.

Hersteller müssen die Anzahl der verwendeten Pestizide verringern
Besorgniserregend ist die Vielzahl verschiedener Pestizide in einer Probe. Zunehmend werden mehrere Pestizide eingesetzt, um die Höchstmenge bei einem einzigen Stoff nicht zu überschreiten. „“Auf einigen Tomaten finden sich Cocktails aus bis zu 11 verschiedenen Pestiziden. Das sind zu viele. Hier müssen die Hersteller noch einiges tun““, fordert Santen. Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen sind gerade diese Mehrfach-Belastungen gesundheitlich bedenklich. Entsprechende Proben bewertet Greenpeace als „“nicht empfehlenswert““.

Bio-Tomaten sind kaum belastet. Zwei Bio-Cherrytomaten sind mit einem Pestizid verunreinigt, das für den Öko-Anbau zugelassen ist. Die Konzentration des Wirkstoffs Spinosad, der Bienen schädigen kann, in einer Probe bewertet Greenpeace als zu hoch für Bioware. Greenpeace empfiehlt nach wie vor, Bio-Ware zu kaufen. Verglichen mit konventioneller Ware ist ihre Belastung immer noch gering.

Greenpeace-Mitarbeiter kauften im März in Berlin, Hamburg, im Bonner Raum, in der Region Frankfurt/Main, in Leipzig und München 61 Tomaten-Proben. Eingekauft wurden diese in sechs führenden Supermarktketten: Aldi, Edeka, Lidl, Metro (Real und Kaufhof), REWE (auch Penny) und Tengelmann/Kaiser´s. Die Proben überprüfte ein für die Untersuchung von Pestizidrückständen in Lebensmitteln zertifiziertes Labor auf über 350 verschiedene Rückstände. Auffällige Befunde überprüfte ein zweites Labor.

Das WDR-Wissenschaftsmagazin „“Quarks & Co““ hat die Untersuchung begleitet

Hamburg, Artikel veröffentlicht am: 11.05.2010 von: Talassa Bremer

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