CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

12.2.2010   |   Kindersicherheit - Ratgeber Sicherheit

Schutzgitter für Kinder: Mehr Sicherheit beim Spielen


TÜV Rheinland: Beim Kauf auf GS-Zeichen achten / In Mietwohnungen Klemmvariante einsetzen / Gitter nicht an Fensterrahmen befestigen

12.02.2010  Verunglücken Kinder zu Hause, stehen Stürze und Verbrennungen ganz oben auf der Liste. Schutzgitter an Treppen oder Türen verhindern, dass Kleinkinder die Treppe hinunterstürzen oder unbeaufsichtigt in die Küche gelangen, wo sie sich etwa an heißen Herdplatten oder spitzen Gegenständen verletzen können. „Beim Kauf sollten Eltern auf eine stabile Konstruktion achten“, erklärt Peter Birkmann, Fachmann für Kindermöbel bei TÜV Rheinland LGA. Der Abstand zwischen den Stäben darf – wie bei Kinderbetten – maximal 6,5 Zentimeter betragen, damit die Kinder nicht mit dem Kopf steckenbleiben oder sogar durchrutschen. Die Mindesthöhe des Gitters liegt bei 65 Zentimetern. „Abgerundete Ecken und Kanten beugen einer Verletzungsgefahr vor“, sagt der Experte.

Besonders geeignet sind Gitter, die mit dem GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit ausgezeichnet sind, das unter anderem von TÜV Rheinland vergeben wird. Auf Produkt, Verpackung und Montageanleitung sollte außerdem der Hinweis auf die Erfüllung der europäischen Sicherheitsnorm DIN EN 1930 stehen. Diese gilt für Kinder bis 24 Monate.

Für das Befestigen des Gitters bieten die Hersteller unterschiedliche Möglichkeiten an. So gibt es Systeme, die verschraubt werden müssen und auch nur dann die Sicherheitskriterien erfüllen. Andere hingegen lassen sich sicher im Türrahmen festklemmen. „Klemmgitter haben den Vorteil, dass sie keine Löcher hinterlassen“, erklärt der Fachmann. Bei der Montage ist außerdem darauf zu achten, dass das Gitter fest auf dem Boden steht. Ganz wichtig: Kinderschutzgitter sind nur zum Einsatz an Türen oder Treppen bestimmt. „Auf keinen Fall am Fenster befestigen!“, warnt Birkmann. „Denn jeder Rahmen ist in Bezug auf Material und Größe unterschiedlich. Die Gitter lassen sich dort nicht sicher fixieren, Unfälle sind vorprogrammiert.“

Ältere Kinder können sich am Schutzgitter leicht verletzen, wenn sie es lösen oder darüber klettern und dann stürzen. „Dabei ist die Altersbegrenzung durchaus flexibel zu sehen“, betont der Experte, „denn die motorische Entwicklung von Kindern ist sehr unterschiedlich.“ Bis wann ein Schutzgitter (noch) erforderlich ist, liegt im Ermessen der Eltern. Generell rät Birkmann aber: „Kleine Kinder niemals unbeaufsichtigt hinter dem Gitter lassen, sondern stets im Auge behalten.“


TÜV Rheinland
Am Grauen Stein
51105 Köln
Tel. 0221 / 806 – 0
www.tuv.com




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse