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08.2.2010   |   Gesundheit - Schwangerschaft & Baby

Kinder- und Jugendärzte: Junge Säuglinge bevorzugt impfen


Nach Angaben des Paul Ehrlich-Institutes wird der Sechsfachimpfstoff bereits Mitte Februar lieferbar sein. Es gibt also keinen Grund für Eltern, beunruhigt zu sein

München/Köln. Säuglinge im vollendeten zweiten und dritten Lebensmonat sollen bevorzugt gegen die wichtigsten Krankheitserreger geschützt werden. Die weiteren Impfungen im vollendeten vierten bzw. ab dem vollendeten elften Lebensmonat können bei vorhandener Impfstoffknappheit verschoben werden. Das rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). „Säuglinge sollten auf jeden Fall gegen Tetanus, Diphtherie, Haemophilus influenzae Typ b – kurz Hib – Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Keuchhusten immunisiert werden. Das kann auch mit einem Fünffachimpfstoff erfolgen, wenn die Sechsfachvakzine nicht vorhanden ist. Allerdings gibt es auch bei diesem Impfstoff möglichwerweise nicht genügend Impfdosen für alle Säuglinge, da nur noch geringe Mengen dieses Impfstoffs produziert werden.

Diese Grundimmunisierung erfolgt durch zwei Impfungen im Abstand von mindestens 4 Wochen  im vollendeten zweiten und dritten Lebensmonat. Die weiteren notwendigen Impfungen für einen vollständigen Impfschutz ab vollendeten vierten bzw. elften Lebensmonat können ggfs. verschoben und zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden“, erläutert die Impfexpertin des BVKJ, Dr. Ursel Lindlbauer-Eisenach, die auch Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin ist. „Der jetzige Impfstoffengpass wird hoffentlich in Kürze überwunden sein.

Nach Angaben des Paul Ehrlich-Institutes wird der Sechsfachimpfstoff bereits Mitte Februar lieferbar sein. Es gibt also keinen Grund für Eltern, beunruhigt zu sein. Eltern sollten aber die Impfung gegen Pneumokokken auf keinen Fall vergessen, da auch diese Erkrankung für Säuglinge lebensgefährlich verlaufen kann. Gleiches gilt für Rotaviren, die einen Durchfallerkrankung auslösen können und gegen die ebenfalls in den ersten Lebensmonaten geimpft werden kann (24. bis 26. Lebenswoche)“, rät Lindlbauer-Eisenach.

„Ist regional weder der Fünffach- noch der Sechsfachimpfstoff verfügbar, ist es wichtig, dass alle Kontaktpersonen eines ungeimpften Säuglings zumindest ausreichend gegen Keuchusten, Kinder auch gegen Hib-Infektionen geschützt sind, damit sie ungeimpfte Säuglinge nicht gefährden“, so Dr. Wolfram Hartmann, der Präsident des BVKJ.

Keine Masern in Deutschland
Auch bei der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln, die ab im zweiten Lebensjahr empfohlen wird, gibt die Expertin Entwarnung. „Die Vierfachimpfung, die auch gegen Windpocken schützt, ist zwar zur Zeit nicht lieferbar, aber wir können gegen Masern, Mumps und Röteln mit einer Dreifachvakzine impfen. Laut Robert Koch-Institut grassieren im Moment keine Masern in Deutschland. Es besteht also keine akute Gefahr, dass die Masern sich flächendeckend ausbreiten. Und auch die Impfung gegen Windpocken steht als Einzelimpfung zur Verfügung. Für Eltern und Kinder bedeutet das lediglich eine zusätzliche Impfung“, erläutert Dr. Lindlbauer-Eisenach.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) wird auf seiner Internetseite www.kinderaerzte-im-netz.de aktuell über die weitere Entwicklung informieren.
 

BERUFSVERBAND DER KINDER- UND JUGENDÄRZTE e. V.         
Mielenforster Straße 2
D-51069 Köln

www.kinderaerzte-im-netz.de




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