CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe
Freiwilliges CleanKids Online-Abo
05.2.2010   |   Produkttests

DEKRA testet 30 Spielwaren auf Schadstoffe – Weichmacher-Konzentration viel zu hoch


Erhöhte Konzentrationen wurden aber nicht nur bei Produkten aus Fernost festgestellt, sondern auch bei Spielwaren, die in Deutschland produziert werden

Bild: Beispielbild – CleanKids

Stuttgart – Bei vielen Spielwaren aus Kunststoff ist die Weichmacher-Konzentration zu hoch. Diese liegt häufig nur knapp unter dem europäischen Grenzwert. Vier Produkte verstoßen gegen gültige Grenzwerte, in einem Produkt wurde gar die 300-fache Konzentration des Erlaubten gemessen. Das hat DEKRA bei einem Schadstofftest von 30 Spielwaren aus weichem Kunststoff im Vorfeld der Spielwarenmesse in Nürnberg festgestellt.

Die DEKRA Tester haben in 17 Spielzeugen eine hohe Konzentration an Weichmachern nachgewiesen. Das Ergebnis verdeutlicht, dass der Grenzwert von 0,1 Gewichtsprozent zumeist knapp eingehalten wird. Allerdings schöpfen vor allem Hersteller von Billig-Spielzeugen den rechtlichen Rahmen voll aus. Die Stoffe könnten bereits heute durch unbedenkliche Alternativen ersetzt werden, betonen Experten von DEKRA. Diese kosten derzeit aber noch ein Vielfaches.

Stoffe wie DEHP, DBP oder BBP gelten als fortpflanzungsgefährdend und sind deshalb in Europa in Babyartikeln und in Spielzeug nur bis zu einem Grenzwert von 0,1 Gewichtsprozent zugelassen. Die Verwendung der Weichmacher DINP, DIDP und DNOP ist zusätzlich in den Spielzeugen reglementiert, die von Kindern in den Mund genommen werden können.

Zwei Drittel der von DEKRA geprüften Spielwaren enthalten Schadstoffe, die voraussichtlich ab Herbst 2010 in die Liste der Stoffe aufgenommen werden, die eine Zulassung nach der europäischen Chemikalienverordnung REACH benötigen. Die DEKRA Experten erwarten aber, dass für die meisten Weichmacher wie DEHP, DBP oder BBP keine Zulassung für die Verwendung in Spielzeugen erteilt wird, und damit die Stoffe nicht mehr verwendet werden dürfen.

Erhöhte Konzentrationen wurden aber nicht nur bei Produkten aus Fernost festgestellt, sondern auch bei Spielwaren, die in Deutschland produziert werden. Die Hälfte der untersuchten Spielwaren wird in Deutschland oder einem Nachbarland hergestellt, acht sind mit „Made in China“ gekennzeichnet und bei sieben Produkten ist die Herkunft nicht zu bestimmen.

Die Produkte wurden vor Weihnachten von DEKRA in Spielwaren-Fachgeschäften, Kaufhäusern, Supermärkten und Ein-Euro-Geschäften gekauft. Neben Produkten von bekannten deutschen Herstellern wurden vor allem Lizenzprodukte, Eigenmarken des Einzelhandels und No-Name-Produkte getestet.

DEKRA e.V.
 
Handwerkstrasse 15
D-70565 Stuttgart
Telefon +49.711.7861-0
Telefax +49.711.7861-2240
info@dekra.com
www.dekra.de




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!
help
Schönes Spielzeug bei kiids

- Anzeige -

Wichtiger Hinweis in eigener Sache…

wh2

Liebe Leserinnen und Leser...

Seit nun fast 9 Jahren informiere ich  fast täglich über – zugegebenermaßen – meist Negatives. Aber, je mehr Zeit investiert wird, desto weniger finanzieller Spielraum bleibt – CleanKids verursacht seit Jahren Kosten und vor allem anderweitige Ausfälle, die leider (noch) nicht gedeckt werden können und aktuell ist ein kritischer Punkt erreicht  | weiterlesen >

UV Warnungen und Prognosen

Aktueller UV-Index

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf UV-Strahlen

Schädigungen der Haut durch UV Strahlung finden bereits lange vor einem Sonnenbrand statt. Dieser bzw. die Rötungen sind die extreme Schädigung und sichtbare Anzeichen einer Verbrennung durch Strahlung


ÖKO-TEST: Sonnenschutzmittel für Kinder

ÖKO-TEST: Sonnenschutzmittel für Kinder
Eltern können unter einem „sehr guten“ und fünf „guten“ Sonnenschutzmitteln wählen. Doch viele Produkte sind nicht zu empfehlen

Sicherer Wasserspaß
Unterschätzte Gefahr

trampolin

Besser allein aufs Trampolin

Wer Kinder hat, weiß: Ein Trampolin gehört inzwischen zur Spielausrüstung im eigenen Garten . Mit der Zahl der Trampoline ist leider die Zahl der Unfälle gestiegen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse