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Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

01.2.2010   |   Familie & Erziehung

Beim Computerspiel ist das richtige Maß wichtig – Klare Regeln geben Orientierung


Generell gilt: Bis zum Alter von sieben Jahren sollten Kinder nicht mehr als 30 Minuten täglich elektronische Medien wie Computer, Konsole und Fernseher nutzen

Bildquelle: AOK Mediendienst

(ams). Ollie ist der beste Skater weit und breit: Er bringt die Zuschauer durch waghalsige Sprünge zum Staunen, kein Hindernis kann ihn stoppen. Sein Kumpel Lars kann da nicht mithalten, er landet nach einem Sturz unsanft auf dem Boden. In Wirklichkeit rasen Ollie und Lars nicht durch den Skaterpark, sondern treten an der Spielkonsole in Ollies Zimmer gegeneinander an. Durch Körperbewegungen und Gewichtsverlagerung lenken sie das Skateboard und führen Sprünge und Tricks aus.

Elektronische Spiele ziehen viele Kinder in ihren Bann. Darin können sie aufregende Fantasiewelten entdecken, spannende Aufgaben lösen oder tolle Abenteuer erleben. „Akzeptieren Sie die Lust Ihres Kindes an Computerspielen. Lassen Sie sich die Spiele zeigen und probieren Sie sie auch mal zusammen aus“, empfiehlt Dr. Astrid Maroß, Ärztin im AOK-Bundesverband, den Eltern. Erwachsene, die selbst mit Spiel- und Lernsoftware vertraut sind, können ihrem Nachwuchs am besten geeignete Spiele nahe bringen.

62 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland spielen mindestens einmal in der Woche allein am Computer – das hat die repräsentative Studie „Kinder und Medien, Computer und Internet“ (KIM-Studie 2008) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest gezeigt. Jungen spielen etwas mehr als Mädchen und bevorzugen Actionspiele, während Mädchen sich eher von Strategiespielen begeistern lassen. Je älter die Kinder und Jugendlichen sind, desto länger sitzen sie am Computer oder nutzen Spielkonsolen. Beliebt sind außerdem Bewegungsspiele, bei denen die Nutzer mit der Konsole beispielsweise Tennis spielen, Dosen oder Pfeile werfen können.

 
Spiele mit Alterskennzeichen kaufen

„Kaufen Sie nur Spiele, die für die Altersgruppe Ihres Kindes freigegeben sind“, sagt AOK-Ärztin Maroß. Elektronische Spiele sollten ein Alterskennzeichen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) tragen. Diese Kennzeichen geben Eltern eine erste Orientierung. „Befassen Sie sich trotzdem noch genau mit den Spielen, um herauszufinden, ob die Software für Ihren Nachwuchs geeignet ist“, empfiehlt Maroß den Eltern. Nicht empfehlenswert ist es, Spiele mit Angaben ausländischer Alterseinstufungen anzuschaffen wie zum Beispiel PEGI, die Abkürzung für Pan European Game Information. Diese Alterseinstufungen sind in Deutschland rechtlich nicht verbindlich. Computer und Konsolen bieten außerdem verschiedene Sicherheitseinstellungen an, die Kinder vor jugendgefährdenden Inhalten und kostenpflichtigen Angeboten schützen. So können Eltern beispielsweise festlegen, dass ihr Nachwuchs nur altersgerechte Spiele spielen kann. Wer sich über Sicherheitseinstellungen informieren möchte, sollte die Bedienungsanleitungen der Konsolen durchlesen oder auf den Internetseiten der jeweiligen Anbieter recherchieren.

„Vereinbaren Sie klare Regeln, wie oft und wie lange Ihr Nachwuchs am Bildschirm spielen darf. Achten Sie dann darauf, dass die Kinder die Vorgaben auch einhalten“, sagt Maroß. Hilfreich kann es zum Beispiel sein, einen Wecker aufzustellen. Die Regeln sollten realistisch sein, denn unterschiedliche Spiele dauern auch unterschiedlich lange. Während sogenannte Jump’n-Run-Spiele lediglich einige Minuten in Anspruch nehmen, erfordert das Lösen komplizierter Aufgaben in Strategiespielen deutlich mehr Zeit. Damit die Kinder Games nicht mittendrin abbrechen müssen, empfiehlt es sich, einen Wochenplan aufzustellen. So können die Jungen oder Mädchen selbst entscheiden, ob sie ihre Zeit am Computer auf einmal „aufbrauchen“ oder auf mehrere Tage verteilen.

Generell gilt: Bis zum Alter von sieben Jahren sollten Kinder nicht mehr als 30 Minuten täglich elektronische Medien wie Computer, Konsole und Fernseher nutzen. Für Acht- und Neunjährige sind etwa 45 Minuten Medienkonsum am Tag vertretbar. Bei Zehn- und Elfjährigen darf es bereits eine Stunde täglich sein, bei Zwölf- und 13-Jährigen etwa 75 Minuten. Nach längeren Spielphasen sollten die Kinder Pausen einlegen, um Augen und Muskeln zu entspannen. Damit sie gut schlafen können, sollten sie unmittelbar vor dem Zubettgehen nicht mehr am PC spielen.

 
Alternativen zum Computerspiel anbieten

Wichtig ist es auch, für Ausgleich zu sorgen und den Kindern attraktive Alternativen zum Computerspiel anzubieten. „Achten Sie darauf, dass noch genügend Zeit für Bewegung und andere Hobbys bleibt“, sagt Maroß. Der Sport im Verein und das Toben im Freien sind genauso wichtig wie das Treffen mit Freunden. „Spaß macht es auch, sich gemeinsam mit der ganzen Familie mal wieder ein Brett- oder Kartenspiel vorzunehmen“, so die AOK-Ärztin.


Mehr Infos und Tipps für geeignete Spiele:

 
AOK-Bundesverband GbR
Rosenthaler Straße 31
10178 Berlin
Telefon: 030 34646-0

Internet: http://www.aok-bv.de




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