CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

25.11.2009   |   Ernährung

Lebensmittelsicherheit – Sechs Azofarbstoffe neu bewertet


Die Farbstoffe sind unter anderem in Erfrischungsgetränken, Süßigkeiten, feinen Backwaren und Desserts enthalten

aid infodienst(aid) – Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, kurz EFSA, hat die Sicherheit von sechs künstlichen Lebensmittelfarbstoffen neu bewertet. Nach Prüfung aller verfügbaren Daten wurden die zulässigen täglichen Aufnahmemengen (ADI) für die drei Zusatzstoffe E104, E110 und E124 herabgesetzt. Der ADI ist die Menge einer Substanz, die lebenslang pro Tag ohne gesundheitliche Auswirkungen verzehrt werden kann.

Die Farbstoffe sind unter anderem in Erfrischungsgetränken, Süßigkeiten, feinen Backwaren und Desserts enthalten. Schon lange diskutieren Wissenschaftler mögliche Zusammenhänge zwischen Azofarbstoffen und Hyperaktivität bei Kindern. Daher tragen Lebensmittel, die diese Zusatzstoffe enthalten, ab Sommer 2010 vorsorglich den Hinweis „kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ auf dem Etikett. Die EFSA kommt jedoch auch in der Neubewertung zu dem Schluss, dass wissenschaftliche Daten derzeit keine ausreichenden Beweise liefern. Der ADI wurde aus anderen Gründen herabgesetzt, die je nach Substanz verschieden waren.

Bei Chinolingelb (E104) zum Beispiel haben die Experten den ADI von 10 auf 0,5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht gesenkt, da sich die Substanz in Tierversuchen negativ auf die Fortpflanzung auswirkte. Bei den Azofarbstoffen E102, E122 und E129 war eine Änderung nicht notwendig. Lediglich bei Kindern, die große Mengen Azorubin (E122) und Allurar ot AC (E129) mit der Nahrung aufnehmen, wäre laut EFSA eine Überschreitung des ADI möglich. Zudem kann der Verzehr von Tartrazin (E102) bei besonders empfindlichen Menschen zu Hautirritationen führen. Zurzeit bewertet die EFSA die Sicherheit aller Lebensmittelzusatzstoffe, die in der Europäischen Union Verwendung finden.

aid, Heike Kreutz

Weitere Informationen: Mehr über Zusatzstoffe erfahren Sie auf www.was-wir-essen.de in der Rubrik „Verarbeitung“

aid infodienst
Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn
Tel. 0228 8499-0
Internet: http://www.aid.de
E-Mail: aid@aid.de




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse