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25.9.2009   |   Produkttests

ÖKO-TEST 20 Spieluhren – Krach statt Einschlafhilfe

Ökotest - www.ökotest.deEs gibt kaum ein Kinderbettchen, in dem keine Spieluhr liegt. Welch Gefahrenpotenzial in diesem Spielzeug jedoch steckt, hat nun das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST ans Tageslicht gebracht. Die Untersuchung von 20 Modellen zeigte, dass die Mehrzahl von ihnen viel zu laut ist. „Fünf Uhren beschallen die Babys mit mehr als 80 Dezibel“, berichtet Chefredakteur Jürgen Stellpflug. „Damit überschreiten sie den Wert, der laut der Spielzeugnorm EN71 maximal für ohrnahes Spielzeug erlaubt ist.“ Babys sind nicht in der Lage, sich bei Krach die Ohren zuzuhalten. Die Folge von lauten Geräuschen können neben Hörschäden auch andere gesundheitliche Beeinträchtigungen sein.

Doch nicht nur der hohe Lärmpegel mancher Spieluhren gibt Anlass zur Kritik. Bei drei Produkten fand das beauftragte Labor den Farbstoffbestandteil Anilin, der sich im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen hat. Der Preis gibt wieder einmal keinen Aufschluss über die Qualität des Spielzeugs. So entdeckte das Labor bei der teuersten Spieluhr im Test verschiedene polybromierte Flammschutzmittel, die teilweise in Elektro- und Elektronikgeräten sogar verboten sind „Die Diskussion darüber, ob es sich bei einer Plüsch-Spieluhr um ein Elektro- oder Elektronikgerät handelt, ist unserer Sicht nach müßig. Wir sind der Ansicht, dass derartige Stoffe nicht in Spielzeug verwendet werden dürfen“, hebt Jürgen Stellpflug hervor.

 
ÖKO-TEST empfiehlt Eltern, die bereits eine der schlecht getesteten Spieluhren gekauft haben, diese in das Geschäft zurückzubringen. Es besteht zwar kein gesetzlicher Anspruch auf Rückgabe, doch viele Geschäfte reagieren einsichtig.

 
Die aktuelle Ausgabe vom ÖKO-TEST-Magazin Oktober 2009 gibt es ab dem 25. September 2009 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

 
Bildquellen: ÖKO-TEST
 

ÖKO-TEST Verlag GmbH
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