CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

25.8.2009   |   Ernährung

Schwangerschaft: Nicht doppelt so viel, sondern doppelt so gut essen

AOK24.08.09 (ams). Das Baby ist unterwegs. Immer wieder bekommen Schwangere nun zu hören, dass sie ab jetzt für zwei essen müssen. Leider hält sich der gut gemeinte Ratschlag aus Großmutters Zeiten hartnäckig. Und ist doch grundfalsch. „Schwangere müssen nicht doppelt so viel, sondern doppelt so gut essen“, sagt Anke Tempelmann, Ernährungswissenschaftlerin im AOK-Bundesverband. Dabei gilt: Mit einer abwechslungsreichen Mischkost nimmt die Schwangere schon die meisten wichtigen Nährstoffe auf. Viele Frauen haben Heißhungerattacken, sobald sie schwanger sind. Sie essen und essen. Dabei braucht der Körper tatsächlich nur relativ wenig an Mehr-Energie: Erst ab der zweiten Schwangerschaftshälfte benötigt eine Schwangere etwa 250 bis 300 Kalorien pro Tag mehr, das ist etwa so viel wie ein kleines Käsebrot und ein Apfel.

 

 

ams_ratgeber_0809_foto_mDenn: „Der Körper braucht nicht viel mehr Kalorien, sondern vor allem viel mehr Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß, damit sich das Ungeborene gut entwickelt“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Tempelmann.

 

BirnenVier bis fünf kleinere Portionen am Tag

Deshalb ist es besonders wichtig, auf gesunde Ernährung zu achten, am besten verteilt auf vier bis fünf kleinere Portionen am Tag. Die wichtigsten Nährstoffe lassen sich über eine ausgewogene Mischkost aufnehmen.

 

Dazu gehören:

 

reichlich frisches Gemüse, Obst, Kartoffeln

Vollkornbrot, Vollkornreis und -nudeln sowie Hülsenfrüchte und Getreideflocken

fettarme Milch und Milchprodukte

ein bis zwei Mal pro Woche je eine Portion magerer und fettreicher Seefisch

zwei bis drei Mal pro Woche fettarmes Fleisch

maximal drei Eier pro Woche, die gut gegart sein sollten

Pflanzliche Fette: geringe Mengen hochwertiger Öle wie von Distel, Raps, Sonnenblume oder Olive sind schon ausreichend

 

 

Wegen möglicher Schäden für das Ungeborene sollten Schwangere zudem auf einige Nahrungs- und Genussmittel vollständig verzichten oder sie in geringen Mengen zu sich nehmen. So enthalten Innereien zwar viele Vitamine, jedoch auch Schadstoffe, so dass sie höchstens alle zwei bis drei Wochen maximal 150 Gramm davon essen sollten – und dann vom Schwein oder Kalb. Leber ist vor allem während der Frühschwangerschaft tabu, weil das Ungeborene durch den hohen Vitamin-A-Gehalt Schaden nehmen kann.

 

Vollständig gemieden werden sollten:

rohes Fleisch, rohe Wurst und roher Fisch, da sie Toxoplasmose auslösen können. Diese Infektion steht im Verdacht, beim Ungeborenen körperliche und geistige Schäden auszulösen. Rohmilch und Rohmilchprodukte wie Weichkäse. Sie können mit Listerien verseucht sein, die zu Fehlgeburten führen können.

Alkohol und Zigaretten.

 

Ausreichend trinken

Neben der ausgewogenen Ernährung ist ausreichendes Trinken wichtig für Mutter und Kind. Als Faustregel gilt: Mindestens 1,5 Liter am Tag trinken, am besten Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder stark verdünnte Säfte.

„Trotz aller Bemühungen gibt es einige Mineralien und Nährstoffe, die oftmals nicht ausreichend mit der Nahrung aufgenommen werden. Ärzte verschreiben deshalb für diese Fälle bei Bedarf Zusatzpräparate“, sagt Tempelmann. Dazu zählen Eisen, Jod, Kalzium und Folsäure.

 

Eisen: 65 bis 70 Prozent der Schwangeren haben zu niedrige Eisenwerte. Eisen sorgt für Blutbildung und die Gehirnentwicklung des Kindes und wird gut über Fleisch, Wurst, Eier, Vollkornprodukte sowie Hülsenfrüchte aufgenommen.

 

Jod: Jodmangel kann zu geistigen Behinderungen des Neugeborenen führen. Gute Jodquellen sind Seefisch, Eier, Milch und Jodsalz.

 

Kalzium: Es ist besonders wichtig für den Aufbau und den Erhalt von Kochen und Zähnen bei Mutter und Kind. Enthalten ist es besonders in Milch- und Milchprodukten sowie Grünkohl, Fenchel, Nüssen und Hülsenfrüchten.

 

Folsäure: Ein Mangel an Folsäure kann zu Missbildungen und Fehlgeburten führen. Gute Quellen sind grünes Blattgemüse, Tomaten, Erdbeeren, Weizenkeime, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Milch und Fleisch.

 

 

Auf Diäten verzichten

Werdende Mütter, die sich auf diese Weise ausgewogen ernähren und bei Heißhungerattacken auf allzu viel Naschereien verzichten, werden in ihrer Schwangerschaft auch nur in Maßen zunehmen. Je nach Ausgangsgewicht liegt die Zunahme gewöhnlich zwischen elf und 18 Kilo. Diäten während der Schwangerschaft sind völlig tabu, sie können gefährlich für Mutter und Kind sein. „Wer sich maßvoll ernährt, wird das zusätzliche Gewicht nach der Geburt auch schnell wieder los“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Tempelmann.

 

Mehr Infos zur gesunden Ernährung in der Schwangerschaft im Versichertenportal der AOK.

 

Bildquelle und Text:

AOK-Mediendienst

AOK-Bundesverband
Vorsitzender des Vorstands: Dr. Hans Jürgen Ahrens
Kortrijker Straße 1
53177 Bonn
Telefon: (02 28) 84 30

http://www.aok-bv.de




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse