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16.4.2009   |   Publikationen

Gesund aufwachsen in rauchfreier Umgebung

zigaretteBundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. stellen Beratungsleitfaden vor – Passivrauchen schadet jedem. Besonders betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder. Trotzdem sind viele Kinder dem Passivrauchen ihrer Eltern ausgesetzt. Kinder rauchender Eltern leiden häufiger an Atemwegserkrankungen, aber auch Mittelohrentzündungen kommen ebenso wie allergische Reaktionen und asthmatische Erkrankungen bei ihnen häufiger vor. Bei Säuglingen ist die Gefahr des plötzlichen Kindstodes erhöht. Kleinkinder nehmen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Atemluft und damit auch deutlich mehr giftige Substanzen auf als Erwachsene.

Die negativen Folgen des Rauchens für die Entwicklung des ungeborenen Kindes und die Folgen des Passivrauchens für Säuglinge und Kleinkinder sind gravierend. „Deshalb ist eine ausreichende Information, Beratung und Unterstützung werdender Mütter und Eltern von Kleinkindern dringend notwendig“, mahnt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Junge Familien und ganz besonders werdende Mütter, die rauchen, brauchen Hilfestellungen, damit sie lernen, ihr Umfeld und vor allem das ungeborene Kind vor den Risiken des Tabakrauchs zu schützen. Die Gefahr einer Fehlgeburt und einer Frühgeburt wird durch Rauchen in der Schwangerschaft erhöht. „Ärztinnen und Ärzte für Kinder- und Jugendmedizin, Hebammen, medizinische Fachangestellte und Angehörige der Pflegeberufe spielen hier in der Ansprache eine wichtige Rolle“, so Prof. Dr. Pott.

Deswegen haben die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) den neuen Leitfaden „Gesund aufwachsen in rauchfreier Umgebung“ entwickelt, um Gesundheitsberufe in der Beratung zum Schutz vor Passivrauch und beim Rauchverzicht zu unterstützen. Der neue Beratungsleitfaden gibt praxisnahe Anleitungen, wie Fachleute das Rauchverhalten von Eltern im Alltag ansprechen können.

“Wir möchten den Eltern die rauchen, keine ‚Predigten’ halten, sondern Vertrauen aufbauen und mit ihnen zusammen Schritt für Schritt positive Veränderungen bewirken“, meint Dr. Wolf-Rüdiger Horn, Suchtbeauftragter des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. „Das erfordert besonders bei Eltern aus sozial benachteiligten Schichten sehr viel Fingerspitzengefühl und Geduld.“

In jedem Fall wird durch Rauchen der werdenden Mutter die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung des Kindes behindert. Kinder von Raucherinnen haben durchschnittlich ein geringeres Geburtsgewicht und einen kleineren Kopfumfang. Das Ausmaß dieser Wachstumsstörungen steigt mit der Zahl der während der Schwangerschaft gerauchten Zigaretten. Als Folge des Rauchens wird auch die vorgeburtliche Entwicklung der Lunge beeinträchtigt, so dass eine verminderte Lungenfunktion bei Neugeborenen nachweisbar ist. Durch die Passivrauchbelastung im Mutterleib können bei Kindern körperliche Fehlbildungen, wie beispielsweise Lippen-Gaumenspalten, entstehen. Trotz dieser Risiken rauchen etwa 25 Prozent der Schwangeren noch bis zum 4. Schwangerschaftsmonat, rund 20 Prozent sogar bis zur Geburt.

Allerdings ist auch für viele Raucherinnen die Schwangerschaft Anlass ihr Rauchverhalten zu verändern. Etwa 35 bis 40 Prozent hören ganz auf zu rauchen. Allerdings erhöht nach der Entbindung die Mehrzahl der Frauen ihren Tabakkonsum wieder. Der Leitfaden „Gesund aufwachsen in rauchfreier Umgebung“ ist Teil eines umfassenden Angebots, das die BZgA zum Rauchverzicht zur Verfügung stellt. Mit dem telefonischen Beratungsangebot, dem Ausstiegsprogramm im Internet, Kursangeboten und weiteren umfangreichen Informationsmaterialien bietet die BZgA im Rahmen ihrer nationalen rauchfrei-Kampagne zahlreiche Ausstiegshilfen, auf die im ärztlichen Beratungsgespräch hingewiesen werden kann.
Der Leitfaden „Gesund aufwachsen in rauchfreier Umgebung“ richtet sich an Kinder- und Jugendärzte, Hebammen und Präventionsassistenten.
Für aufhörwillige Raucherinnen und Raucher bietet die BZgA das START-Paket „rauchfrei“ an.
Beide Materialien können kostenlos unter folgender Adresse bestellt werden:  Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, e-mail: order@bzga.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , www.bzga.de

Unter www.rauchfrei-info.de bietet die BZgA ein Internet gestütztes Rauchfrei-Ausstiegsprogramm an, das Aufhörwillige über 4 Wochen regelmäßig und individuell bei ihrem Vorhaben unterstützt. Die Internetseite bietet außerdem einen betreuten Chat an, der immer dienstags von 20.00 bis 22.00 Uhr stattfindet.

Das Beratungstelefon zum Rauchverzicht der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter der Rufnummer 01805 – 31 31 31 (0,14 €/min a.d. Festnetz, andere Mobilfunkpreise möglich) steht an sieben Tagen in der Woche für Ratsuchende zur Verfügung.

Die Internetseite www.rauchfrei-programm.de zeigt bundesweit eine Übersicht, wo  Kurse des „Rauchfrei Programms“ angeboten werden.

 

BERUFSVERBAND DER KINDER- UND JUGENDÄRZTE e. V.         
Mielenforster Straße 2
D-51069 Köln

www.kinderaerzte-im-netz.de




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