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05.1.2009   |   Giftpflanzen

Goldregen

GoldregenGoldregen sind Sträucher oder kleine Bäume, die eine Wuchshöhe von 5 bis 6 Metern erreichen können. Sie haben dornenlose Zweige, dreizählige, langgestielte Laubblätter und hängende, zirka 30 cm lange gelbe Blütentrauben, die aus bis zu 40 Blüten bestehen. Diese Schmetterlingsblüten sind etwa 2 cm groß. Die im Juli reifen, dunkelgrünen bis braunen und bohnenähnlichen Fruchthülsen enthalten bis zu 18 dunkelbraune bis schwarze, flache Samen. Unreife Hülsen sind grün.

 

Dieses Gewächs stellt an das Klima und den Boden wenig Ansprüche, blüht üppig von April bis Juni und ist in öffentlichen Anlagen und Gärten häufig als Ziergehölz zu finden.

In allen Teilen der Pflanze werden Alkaloide gefunden. Dies sind hauptsächlich Cytisin, N-Methylcytisin sowie Pyrrolizidinalkaloide wie Laburnin und Laburnamin.

Cytisin ist das Hauptalkaloid der Pflanze, was aber nur für die Samen und andere Teile mit ruhendem Wachstum gilt. In den wachstumsaktiven Teilen der Pflanze wie den jungen Sprossen überwiegt das N-Methylcytisin gegenüber Cytisin. Die Alkaloidkonzentration ist aber in den reifen Samen am höchsten, so dass das Cytisin in erster Linie für die Toxizität verantwortlich ist. Es wirkt ähnlich wie Nikotin zunächst erregend, später lähmend auf die sympathischen Ganglien, indem es auf die selben Rezeptoren zugreift. Zu den Vergiftungserscheinungen, die der Goldregen verursachen kann, gehören Schüttelfrost, Schweißausbrüche, Schwindelgefühle und Kopfschmerzen. Zusätzlich besteht erst ein stimulierender Effekt auf das Zentralnervensystem, der später auch in eine Lähmung übergehen kann und im schlimmsten Fall den Atemstillstand zur Folge hat. Tödliche Vergiftungen sind allerdings sehr selten, da der menschliche Körper überwiegend zuerst mit sofortigem Erbrechen reagiert.

 
Quelle des Artikels / Bild: wikipedia
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