CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

10.10.2008   |   Ratgeber Ausstattung

So erkennen Eltern sichere Kinderhochstühle

hochstuhlSpätestens dann, wenn Kinder mit sieben oder acht Monaten sicher sitzen und an den gemeinsamen Mahlzeiten der Familie teilnehmen können, ist der Kinderhochstuhl ein unverzichtbares Möbelstück. Gleichzeitig müssen immer wieder Kinder nach einem Sturz aus dem Hochstuhl im Krankenhaus behandelt werden, meistens wegen Verletzungen am Kopf.

Damit ihr Kind nicht nur hoch, sondern auch sicher sitzt, sollten Eltern auf diese Kriterien achten:

Hochstühle sollten kindgerecht geformt und bequem sein und „mitwachsen”, bis das Kind mindestens sechs Jahre alt ist. Deshalb sollten sich Sitz, Rückenlehne und Fußstützen auf das wachsende Kind passend einstellen lassen. Immerhin liegt zwischen einem neun Monate und einem drei Jahre alten Kind ein Größenunterschied von etwa 35 Zentimetern!

Treppenartige Hochstühle wachsen besser mit als Tisch-Stuhl-Kombinationen mit starren Seitenteilen, aus denen ein Kind spätestens im dritten Lebensjahr herausgewachsen ist.

Hochstühle müssen standfest und belastbar sein, weil Kinder ab zwei Jahren sie gerne erklettern. Dabei sollte der Stuhl natürlich nicht umkippen. Einen Zug von 15 Kilogramm sollten die Stühle auf jeder Seite aushalten können (DIN-Norm!!)

Der Stuhl sollte stabil und gut verarbeitet sein. Dazu gehören abgerundete Kanten und steckte Verbindungen zwischen den Holzteilen. Sie sind stabiler als Schraubverbindungen.

Eltern sollten ihre Kinder noch im Geschäft ausprobieren lassen, ob der Stuhl Belastungen aushält und ob sie in dem Stuhl bequem sitzen. Auch die Sitzhaltung muss stimmen!

Ein waschbares Stoffpolster ist besser als ein Polster aus Kunststoff, auf dem die Kinder besonders im Sommer, schnell schwitzen und sich dann aus dem Stuhl befreien wollen.

Ein Hochstuhl darf keine Rollen haben.

Das Sicherheitsband („Schrittgurt”) zwischen den Beinen muss so fest verankert sein, dass auch ältere Geschwister es nicht lösen können. Löst sich das Sicherheitsband, rutscht das Kind mit den Füßen voran aus dem Hochstuhl. Der Kopf kann zwischen der Unterkante des Hochstuhltisches und der Sitzauflage eingeklemmt werden; das Kind kann ersticken.
Ist der Stuhl gekauft, tragen zu Hause folgende Tipps zu mehr Sicherheit bei:

Lassen Sie Ihre Kinder nicht ohne Aufsicht und nicht zu lange im Hochstuhl sitzen, weil die Stühle zu wenig Bewegungsfreiheit bieten. Die Kinder werden unruhig und beginnen zu schaukeln oder sich aufzustemmen und aus dem Stuhl zu befreien. Dabei kann der Stuhl schnell umkippen oder das Kind vom Stuhl fallen.

Die häufig angebotenen Hochstühle mit mehreren Funktionen oder Tisch-Stuhl-Kombinationen, an denen das Kind auch spielen kann, sollten nicht dazu verführen, die Kinder zu lange in den Stühlen sitzen zu lassen. Zum Spielen sind der Fußboden oder kleine Tischchen sehr viel besser geeignet, weil Kinder hier nicht abstürzen können.

Hochstühle sollten immer auf einem ebenen Grund stehen, also nicht z.B. mit einem Bein auf einem Teppich oder – oft unbemerkt – auf Spielklötzchen

Hochstühle immer so aufstellen, dass das Kind sich nicht mit den Füßen an der Tischplatte abstoßen kann.
Aktion DAS SICHERE HAUS
Deutsches Kuratorium für Sicherheit in Heim und Freizeit e.V. (DSH)
Holsteinischer Kamp 62
22081 Hamburg

http://www.das-sichere-haus.de




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