CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

09.10.2008   |   Freizeit und Urlaub

BIO-Hotels – Auch im Urlaub mit Sicherheit genießen

BIO-Hotels – Auch im Urlaub mit Sicherheit genießen Die Standards des Vereins garantieren 100 Prozent Bio-Genuss im Urlaub – 100 Prozent Bio – so lautet der Anspruch der BIO-Hotels. Das, was durch die EU-Ökoverordnung für Erzeuger und Verarbeiter gilt, müssen auch die Mitglieder der BIO-Hotels einhalten. Eine derart klare Regelung für die Qualität von allen verwendeten Lebensmitteln ist in der Gastronomie und Hotellerie in Europa bisher einzigartig.

Wenn ein Hotel mit dem Qualitätssiegel der BIO-Hotels ausgezeichnet werden und dem Verein beitreten möchte, muss die Küche des Hauses vollständig auf Bio umgestellt werden. Zwei bis 15 Monate kann diese Umstellung dauern – so die bisherigen Erfahrungswerte des Vereins. Die Dauer hängt vom Status quo und dem Umstellungskonzept des betreffenden Betriebes ab. Während des Umstellungszeitraums – von der Beitrittserklärung bis zur Zertifizierung durch eine Bio-Kontrollstelle – werden die Häuser vom Verein unterstützt. Sobald die Zertifizierung abgeschlossen ist, kann sich der Betrieb BIO-Hotel nennen und das Markenzeichen des Vereins nutzen.

Nicht nur Bio, sondern auch regional: Die BIO-Hotels verwenden bevorzugt Lebensmittel aus der Region. Bio ist nicht gleich Bio – daher geben die BIOHotels den Lebensmitteln den Vorzug, die nach den strengeren Kriterien der Bio-Anbauverbände (z.B. Bioland) erzeugt werden. Darüber hinaus sind auch Lebensmittel aus Wildsammlung (z.B. Kräuter, Pilze, Beeren), Wildfang und Wildfleisch aus der Region erlaubt. Fisch muss aus nachhaltigem Fischfang (mit MSC-Zertifizierung) stammen. Offene Getränke und Heißgetränke werden zu 100 Prozent in Bioqualität angeboten. Bei Softdrinks, Bier, Wein, Schaumweinen und Spirituosen duldet der Verein konventionelle Alternativen, insofern vergleichbare Getränke in Bioqualität für die Gäste zur Verfügung stehen. Grundsätzliches Ziel des Vereins ist es, den Einsatz von konventionellen Produkten bis 2010 so weit wie möglich auszuschließen. Der Einsatz von Mikrowellen ist in den Küchen der BIO-Hotels nicht erlaubt.

Was passiert, wenn Zutaten vorübergehend nicht in Bioqualität verfügbar sind und nicht durch anderweitige Bio-Zutaten ersetzt werden können? Auch das hat der Verein geregelt: Ein Betrieb darf konventionelle Zutaten nur nach Erlaubnis des Vereins verwenden und muss diese dann auch für die Gäste deutlich erkennbar als konventionell ausloben.

Für die Qualitätssicherung in den Betrieben gibt es jedes Jahr ein angekündigtes Audit. Darüber hinaus werden mindestens zwei unangekündigte Stichproben pro Hotel durchgeführt. Wie im Rahmen der EU-Ökoverordnung üblich, werden diese Kontrollen von offiziellen Bio-Kontrollstellen durchgeführt. Dafür hat der Verein in jedem Land, in dem er aktiv ist, eine Partnerkontrollstelle. Sollte es zu Verstößen kommen, werden diese von der Kontrollstelle an den Verein gemeldet und mit Sanktionen von Geldstrafen bis hin zum Ausschluss geahndet. Für die regionale Betreuung und den Austausch vor Ort arbeiten die BIO-Hotels darüber hinaus eng mit den Bio-Anbauverbänden Bioland, Bio-Austria und anderen Landes-Verbänden zusammen.

Was für Lebensmittel europaweit einheitlich mit der EU-Ökoverordnung geregelt ist, steckt im Non-Food Bereich noch in den Kinderschuhen. Trotzdem haben die BIO-Hotels auch bei der Kosmetik einen Mindestanspruch definiert. Jeder Betrieb ist verpflichtet, mindestens eine von fünf ausgewählten Naturkosmetiklinien einzusetzen. An Mindestkriterien für die Bereiche Schlafstätte, Baubiologie, Energiewirtschaft, Möbel, Textilien etc. arbeitet der Verein noch. Die aktuelle Handhabung dieser Bereiche ist so verschieden wie die Häuser, die dem Verein angeschlossen sind. Das Spektrum reicht von der Verwendung von Bio-Textilien und Zimmern in Feng Shui-Stil über Naturholzmöbel-Ausstattung und autarke Energiesysteme bis hin zu elektrosmogfreien Räumen und reinen Ökozimmern.

Aktuell hat der Verein einen Prozess angestoßen, bei dem es um die Entwicklung von Standards für den Non-Food Bereich geht. Zusammen mit Fachleuten erarbeiten die BIO-Hotels Richtlinien (z.B. für Biozimmer), die dann in Zukunft für alle Häuser verbindlich sein werden.

Mehr Informationen unter : www.biohotels.info




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse